Einsatz 63/2020 – FEU 3

📟 EinsatzstichwortFEU 3 (Feuer – Alarmstufe 3)
Alarmierungszeitpunkt27.11.2020, 01:50 Uhr
📍 EinsatzortAm Grott, Köln-Lind

Heute Morgen wurde die Löschgruppe Wahn-Heide-Lind um 1:50 Uhr zu einem bereits laufenden Einsatz im Gewerbegebiet Niederkasseler Straße in Köln-Lind alarmiert.

Um 1:28 Uhr hat die Brandmeldeanlage (BMA) der betroffenen Firma ausgelöst, weshalb ein Löschzug der Berufsfeuerwehr zur Erkundung nach Lind geschickt wurde. Vor Ort hat sich das bestimmungsgemäße Auslösen der BMA bestätigt, die Lagerhalle der betroffenen Firma auf einer Fläche von 3200m² stand in Vollbrand. In der Lagerhalle wurden Seidenblumen, Textilpflanzen und andere Gegenstände vorwiegend aus Plastik gelagert.

Bei Eintreffen der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind an der Einsatzstelle war der erste Auftrag eine Wasserversorgung aufzubauen. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung wurde eine Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke aus der Niederkasseler Straße aus aufgebaut mit zwei Löschfahrzeugen der freiwilligen Feuerwehr als Verstärker.

Ein Kamerad der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind ist zusammen mit einem Kameraden aus der Löschgruppe Libur zur Außenbrandbekämpfung unter Atemschutz vorgegangen.

Zwei Kameraden der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind wurden als Maschinisten, für das eigene und ein anderes Löschgruppenfahrzeug, eingesetzt. Der Stammmaschinist der Löschgruppe wurde zwischendurch immer wieder durch die Einsatzleitung als Fahrzeugversetzungsdienst für die verschiedensten Einsatzfahrzeuge an der Einsatzstelle eingesetzt.

📟 EinsatzstichwortSCHAUM (Sonderfunktion Schaumlogistik)
Alarmierungszeitpunkt27.11.2020, 02:27 Uhr
📍 EinsatzortAm Grott, Köln-Lind

Im Einsatzverlauf wurden die Löschruppen Wahn-Heide-Lind und Zündorf im Rahmen ihrer Sonderfunktion “Schaumlogistik” alarmiert. Im Einsatzverlauf wurden beide Flexi-Foam-Systeme mittels Abrollbehälter und Anhänger zur Einsatzstelle verbracht. Zum Einsatz kam dann nur ein Flexi-Foam-System welches auf verschiedenen Drehleitern und an verschiedensten Positionen zur Flutung der Lagerhalle mit Leichtschaum verwendet wurde. Der Gruppenführer der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind hat an der Einsatzstelle die Funktion des Unterabschnittsleiters Schaumlogistik wahrgenommen.

Das eigene Löschgruppenfahrzeug wurde vermutlich selten bei einem Einsatz so belastet wie heute. Zu Höchstzeiten hat das LF 8/6 über einen längeren Zeitraum mit einer FP 8/8 zeitgleich ein Wenderohr an der Drehleiter und einen mobilen Wasserwerfer betrieben.

Ab etwa 10:00 Uhr wurde das eigene Löschgruppenfahrzeug noch für die Befüllung eines externen Löschmittelvorratsbehälters der Deutz AG verwendet. Im Einsatzverlauf wurden hier ca. 400.000 Liter Wasser entnommen. Das Löschfahrzeug hat etwa 120.000 Liter wieder eingefüllt, dann wurden die Einsatzkräfte der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind um etwa 12:00 Uhr ausgelöst.

Nachdem die Einsatzkräfte der Löschgruppe wieder am Feuerwehrgerätehaus eingetroffen waren, ist ein Kamerad noch mit dem MTF zum Werkstattzentrum in Kalk gefahren um Schläuche und Gerätschaften zu tauschen. Um etwa 13:00 Uhr war unser LF wieder einsatzbereit.

Während des Einsatzes wurden die Einsatzkräfte durch die Löschgruppe Longerich im Rahmen der Sonderfunktion “Versorgung” verpflegt.

Im Einsatz waren und sind über 130 Einsatzkräfte der Kölner Feuerwehr. Die Einsatzkräfte stammten von den Feuer- und Rettungswachen Deutz, Innenstadt, Lindenthal, Marienburg, Mülheim, Ostheim, Porz und Weidenpesch, dem Werkstattzentrum und den Löschgruppen Eil, Heumar, Holweide, Libur, Longerich, Rodenkirchen, Urbach, Wahn-Heide-Lind und Zündorf, sowie dem Fernmeldedienst. Unterstützt wurde die Feuerwehr durch die RheinEnergie, die untere Wasserschutzbehörde und das technische Hilfswerk.

Auch aktuell sind noch stadtweit Einheiten für die Auslösung und Grundschutzsicherung im Zusammenhang mit diesem Einsatzereignis im Einsatz. Die Nachlöscharbeiten an der Einsatzstelle dauern noch an.

© Daniel Evers / WupperVideo
Offizielle Pressemitteilung der Feuerwehr Köln

Größerer Lagerhallenbrand in Köln-Porz fordert die Feuerwehr Köln – Lagerhalle in Vollbrand

In der heutigen Nacht lief um 01.28 Uhr die Brandmeldeanlage einer Lagerhalle in Köln Porz bei der Feuerwehr Köln ein. Die erstalarmierten Einsatzkräfte konnten auf der Anfahrt eine starke Rauch- und Flammentwicklung in Richtung des Objektes erkennen und erhöhten die Einsatzstufe auf Feuer 2 mit zwei Löschzügen. Bei der Ankunft wurde eine Lagerhalle mit den Abmaßen 40 m x 80 m in Vollbrand erkundet. Eine weitere Erhöhung der Alarmstufe, nämlich Feuer 3, sowie weitere Sonderfahrzeuge wurden zur Einsatzstelle alarmiert. Dazu gehörten ein weiterer Löschzug und Einsatzeinheiten zur Herstellung von größeren Mengen Löschschaum und Förderung von Löschwasser. Die benachbarte Leitstelle Rhein- Sieg wurde parallel über eine größere Rauchentwicklung informiert. Auf Grund von anfänglichen Versorgungsengpässen in der Bereitstellung von Löschwasser wurde von der Feuerwehr in Absprache mit der Werkfeuerwehr Deutz AG ein in der Nähe befindlicher Wassertank der Deutz AG genutzt.

Während der Löscharbeiten musste ein Kamerad mit internistischen Symptomen vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert werden. Es besteht keine Lebensgefahr. Der Rettungsdienst versorgte an der Einsatzstelle eine weitere Kameradin mit einer chirurgischen Verletzung. Hier war ein Transport nicht erforderlich.

Die Lagerhalle ist vom Feuer vollständig niedergebrannt. Aktuell laufen noch aufwendige Nachlöscharbeiten.

Im Einsatz sind insgesamt 105 Einsatzkräfte der Freiwilliger Feuerwehr Köln und Berufsfeuerwehr Köln, unterstützt durch die RheinEnergie und die Untere Wasserschutzbehörde.

Herausgeber:
Stadt Köln – Die Oberbürgermeisterin
Berufsfeuerwehr – Amt für Feuerschutz, Rettungsdienst und Bevölkerungsschutz
Stabsstelle Kommunikation und Medien