Corona-Update der Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind

Liebe Eltern,
Liebe Mitglieder,
Liebe Interessenten,

im Frühjahr hat unsere Jugendfeuerwehr den Dienstbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie eingestellt. Nach den Sommerferien haben wir den Dienstbetrieb dann, mit Einschränkungen, wieder aufgenommen.

Nun ist es leider wieder soweit. Soeben haben wir beschlossen, den Dienstbetrieb der Jugendfeuerwehr erneut auf unbestimmte Zeit einzustellen. Auch wenn dies aktuell noch nicht von Seiten unserer Dienststelle gefordert ist, halten wir diese Maßnahme für notwendig. Es geht um den Schutz aller und natürlich auch um die Erhaltung unserer Einsatzbereitschaft als Feuerwehr.

Die Lage ist sehr ernst. Die Infektionszahlen haben mittlerweile den 3-fachem Wert im Vergleich zum Frühjahr erreicht. Wir bitten um Euer Verständnis für unsere Entscheidung.

Bleibt gesund! Haltet Abstand, tragt bei Begegnungen mit anderen Menschen einen Mund-Nasenschutz und beachtet immer die Hygienemaßnahmen!

Euer Jugendfeuerwehrteam

Neues Lehrmittel für die Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind

Gestern haben die Mitglieder unserer Jugendfeuerwehr den 1. Teil der Neuauflage des „Strahlrohres“ erhalten. 📚

Das „Strahlrohr“ ist ein Lehrbuch im Taschenbuchformat für Mitglieder der Jugendfeuerwehren, in dem die Grundlagen der Feuerwehr erklärt werden. Aufgelegt wird das „Strahlrohr“ von der Jugendfeuerwehr Nordrhein-Westfalen. 🚒

Wir freuen uns darauf, die Ausbildung der Jugendfeuerwehr mit dem neuen Lehrmittel attraktiv zu ergänzen. In der Zukunft sollen auch noch ein 2. und 3. Teil veröffentlicht werden – wir sind gespannt. 😀

Gruppenbild: © Lars Donath / Jugendfeuerwehr der Stadt Köln
Vorschaubild: © Lukas Hansen / Jugendfeuerwehr der Landeshauptstadt Düsseldorf

Ferienfreizeit 2019 der Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind

Vom 21. – 24. August sind wir mit unserer Jugendfeuerwehr auf Ferienfreizeit gewesen. Das Ziel unserer Fahrt war dieses Jahr Ascheffel in Schleswig-Holstein.

Mittwoch, der 21. August 2019 (Tag 1)
Am Mittwochmorgen ist unsere Jugendfeuerwehr um etwa 9 Uhr mit mehreren MTF’s nach Ascheffel (unweit der Ostsee) in Schleswig-Holstein aufgebrochen. Nachdem wir Nachmittags um etwa 16 Uhr in Ascheffel an unserer Unterkunft (einem Selbstversorgerhaus) angekommen sind, haben wir zunächst den nahe gelegenen Bolzplatz auf Herz und Nieren geprüft. Im Anschluss gab es Abendessen und es wurde eine Nachtwanderung durchgeführt.

Donnerstag, der 22. August 2019 (Tag 2)
Am nächsten Morgen sind wir im Anschluss an das Frühstück nach Laboe, einer kleinen Gemeinde an der Kieler Förde, aufgebrochen. Vor Ort haben wir das Technische Museum U 995 des Deutschen Marinebundes besichtigt. Wir sind nach diesen Eindrücken zum Marinestützpunkt Kiel gefahren und haben die dort stationierten Einheiten der Bundeswehr-Feuerwehr besucht. Wir haben etwas über die Besonderheiten der Schiffsbrandbekämpfung gelernt und haben uns den sehr sehenswerten Fuhrpark angeschaut. Als wir wieder an der Unterkunft angekommen waren, haben wir gemeinschaftlich gegrillt und den Abend entspannt am Lagerfeuer ausklingen lassen.

Freitag, der 23. August 2019 (Tag 3)
Auch am Freitag sind wir wieder in aller Frühe nach Laboe aufgebrochen. Diesmal haben wir die Freiwillige Feuerwehr Laboe besucht. Wir haben durch die Kameraden eine Führung durch das Gerätehaus erhalten und haben einen Austausch zu verschiedenen Themen (u.a. Technik der Feuerwehren, Arbeit mit/in der Jugendfeuerwehr) geführt. Es folgte eine Mittagspause am Ostseestrand. Am Nachmittag sind wir nach Kiel weiter gefahren, wo wir die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Kiel e.V. besucht haben. Wir erhielten praktische Darbietungen zum Thema Wasserrettung am eigenen Leib [Niemand wurde hier in Gefahr gebracht!] direkt am Strand von Kiel. Nach der Rückkehr in der Unterkunft gab es Abendessen und im Anschluss eine Spezial-Aufgabe von unserem Jugendfeuerwehrwart Frank: Die Jugendlichen wurden in Kleingruppen aufgeteilt und diesen wurde dann ein bestimmter Song von den Jugendbetreuern zugewiesen. Die Aufgabe bestand daraus, sich innerhalb von 30 Minuten eine Choreografie zu überlegen und diese dann den anderen Gruppen zu präsentieren. Natürlich durften sich die Jugendlichen auch einen Song für die Betreuer aussuchen. – Gleiches Recht für Alle!

Samstag, der 24. August 2019 (Tag 4)
Am letzten Tag haben wir nach dem Frühstück unsere Unterkunft gereinigt und aufgeräumt. Um etwa 17 Uhr sind wir wieder auf der Feuerwache in der Heidestraße angekommen.

Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei der BwF Kiel, der FF Laboe und der DLRG Kiel für die Führungen bedanken. Ebenfalls bedanken wir uns bei den Löschgruppen Eil, Heumar und Libur für die MTF-Leihgaben für unsere JF-Fahrt.

Ferienfreizeit 2017 der Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind

Vom 23.08. bis zum 26.08. fand auch dieses Jahr wieder eine Ferienreise unserer Jugendfeuerwehr  statt. Ziel war diesmal das Ferienheim Winnau bei Mengerskirchen im Landkreis Limburg-Weilburg.

Den Mittwochnachmittag verbrachten wir mit der Einrichtung unserer Zimmer und der Erkundung des Geländes.

Am Donnerstag stand der Besuch im Besucherbergwerk Grube Fortuna in Solms-Oberbiel an. Mit Fahrstuhl und Grubenbahn fuhren wir in zwei Gruppen in  den Berg ein. Durch die erhaltenen Arbeitsgeräte konnte uns in den Strecken sehr eindrucksvoll die Arbeiten und die damit verbundenen Belastungen vorgeführt werden. Aufgrund ihrer Größe war der Einsatz von großen Maschinen hier nicht wirtschaftlich sodass bis zur Schließung der Anlage 1983 noch viel Handarbeit erforderlich war. Für uns heute kaum vorstellbar unter welchen Bedingungen hier gearbeitet wurde!

Nach diesen, auch für normale Besucher zugängliche Bereiche, ging es für uns über steile und enge Wege direkt in ehemalige Abbaubereiche. Interessant war auch der Hinweis, dass die ehemalige Grube heutzutage nur erhalten werden kann, weil das eintretende Wasser als Trinkwasser für die Stadt Wetzlar genutzt wird und daher permanent abgepumpt wird. Andernfalls würde die gesamte Anlage in kurzer Zeit „Absaufen“.

Nach der Führung besichtigten wir noch das Maschinenhaus, die die Aufzuganlage der Grube steuert, auch heutzutage erfolgt das immer noch durch einen Maschinenführer persönlich.

Am späten Nachmittag nutzten wir kurzfristig das beständige Wetter für den Besuch eines Badesees.

Am späten Abend stand dann die traditionelle Nachtwanderung an, für uns als „Städter“ immer wieder ungewohnt wie Still und Dunkel es auf dem Land wird.

Freitagmorgen stand das nächste und auch letzte Highlight an: Eine Kanutour auf der Lahn von Weilburg bis nach Aumenau. Die Strecke betrug etwa 12 Flusskilometer. Besonders zu erwähnen ist die Passage von Europas einzigartigem Schiffstunnel mit anschließender Doppelschleuse.

Das Wetter zeigte sich von seiner Besten Seite, sodass das Kentern mehrerer Kanus während der Fahrt leicht zu verschmerzen war. Beim Kentern zeigte sich auch eindrucksvoll was für eine starke Strömung in einem doch recht ruhig erscheinenden Gewässers herrscht. Wir waren jedenfalls sehr froh mit Schwimmwesten ausgerüstet zu sein. Wir waren fast sieben Stunden auf der Lahn unterwegs, sodass am Abend alle ziemlich geschafft waren.

Als wir zum Abschluss der Fahrt unseren Grill anwerfen wollten gab es leider doch noch Gewitter, sodass wir doch die Bratpfannen nutzen mussten.

Am Samstag stand nach dem Packen und Aufräumen dann letztendlich die Heimfahrt an. Gegen 13 Uhr waren wir wieder zurück in heimischen Gefilden.

Vielen Dank gilt Lisa T. die uns kurzfristig als weibliche Betreuerin unterstützte und den Löschgruppen Brück, Holweide und Rodenkirchen deren Mannschaftstransporter wir nutzen durften, sowie Peter Kohl der die ganzen Fahrzeugersuchen organisierte.

Atemschutztechnik für die Jugendfeuerwehr

Üben wie die Großen: Nach Monaten der Bau- und Planungszeit konnte die Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind nun ihre neuen Atemschutzgeräte in Empfang nehmen.

Aktuell sind drei Gerätesätze fertig, zwei weitere befinden sich im Bau. Mit der neuen Ausrüstung können wir nun noch viel besser wie die “Großen” üben, sei es bei Brandeinsätzen oder Gefahrgutlagen.

Um dem Kinder- und Jugendschutz gerecht zu werden bestehen die Flaschen aus Kunststoff, bei den Atemschutzmasken wurden sämtliche Atemwiderstände entfernt. Trageplatten und Bebänderung stammen von ausgemusterten Geräten der Feuerwehr Köln, die Masken sind gebraucht erworben. Die orangenen Schutzanzüge sind eigentlich Einweg-Anzüge.

Kleine Märkchen für die Atemschutzüberwachung sind ebenfalls vorhanden.

Hersteller der Geräte waren die Jugendwarte der Löschgruppe, Kosten wurden von der Löschgruppe, der Jugendfeuerwehr und privat übernommen. In den kommenden Wochen erfolgt die “Einweisung” der Mitglieder der Jugendfeuerwehr um die Geräte im Einsatz auch korrekt und sicher einsetzen zu können.

Ferienfreizeit 2016 der Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind

Nachdem wir in den vergangenen beiden Jahren unsere Ferienreise in den Herbstferien durchgeführt hatten, begaben wir uns dieses Jahr in den Sommerferien auf den Weg.

Ziel der diesjährigen Fahrt vom 17.08. bis 20.08. war die Stadt Kassel im nördlichen Hessen. Um 13 Uhr starteten wir von Wahnheide aus. Als Unterkunft diente wieder ein Selbstversorgerhaus, sehr schön gelegen in Niestetal auf dem dem Rücken eines Berges. Von dort hatte man eine wunderbare Aussicht auf Kassel. Am ersten Abend wurde gemeinsam gegrillt.

Am Donnerstag, den 18. August stand vormittags die Besichtigung eines Wein- und Luftschutzbunkers unter dem Weinberg in Kassel auf dem Programm. Ein Mitarbeiter der Feuerwehr Kassel führte uns durch den weitläufigen Bunker und konnte viel zur Geschichte des Bauwerks erzählen.

Da wir sehr gutes Wetter hatten entschieden wir uns am Nachmittag zu einem Ausflug in das benachbarte Naturfreibad in Niestetal, wo wir den restlichen Tag verbrachten.
 

Am Freitag, den 19. August machten wir uns morgen auf den Weg zum Wahrzeichen von Kassel: Dem Herkules. Aber bevor der schweißtreibende Aufstieg über ungefähr 700 Treppenstufen begann, besuchten wir die im Schloßpark Wilhelmshöhe gelegene Löwenburg. Nach einer einstündigen Führung dort machten wir uns auf den Weg bergauf. Leider konnten wir die regelmäßigen Wasserspiele nicht bestaunen (diese finde nur Mittwochs sowie Sonn- und Feiertags statt) und die aktuell stattfindenden Bauarbeiten störten etwas die imposante Anlage. Dennoch nahmen wir den Gipfelsturm in Angriff.

Von der Plattform des Herkules ungefähr 250m über Kassel genossen wir den weitreichenden Ausblick über die Stadt und die Umgebung.

Da wir am Nachmittag noch freie Zeit hatten (dieses Jahr haben wir das Programm bewusst etwas kleiner gehalten) besuchten wir noch einmal das Naturfreibad.

Am Samstagmorgen stand dann auch schon wieder die Heimreise an. Nachdem die Unterkunft gereinigt und das Gepäck verstaut war machten wir uns um 10:30 Uhr auf den Weg gen Westen und erreichten gegen 15:30 Uhr wieder Köln.

Wir danken den Löschgruppen Porz-Langel, Libur und Eil für die ausgeliehenen MTF.

Ferienfreizeit 2015 der Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind

Die Herbstfahrt führte die Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind dieses Jahr an die Nordsee, genauer gesagt nach Neßmersiel zwischen Norddeich und Wittmund.

Am Donnerstag, den 15. Oktober starteten wir mit vier Mannschaftstransportfahrzeugen gegen 10 Uhr von Köln aus. Aufgrund der Verkehrslage trafen wir erst am späten Nachmittag in Neßmersiel ein. Bis zum Abend wurden die Zimmer bezogen und das Essen vorbereitet.

Am Freitagvormittag stand eine Wattwanderung vor dem Hafen Neßmersiels auf dem Plan. Bei bestem „Schietwetter“ ging es raus ins Watt. Ein paar Unerschrockene wanderten barfuß, nach eigener Aussage war das wohl doch im Nachhinein eine etwas zu kalte Angelegenheit. Die restliche Gruppe hatte ihre Mühen mit den Gummistiefeln, da diese dazu neigten im Schlick einzusinken.

Nach einem schnellen Mittagessen ging es zum Feuerwehrmuseum nach Jever. Die Kombination eines üppigen Essens mit einem anschließenden Museumsbesuch war allerdings nicht so glücklich. Dennoch war der Besuch dort sehr schön und sehr informativ. Beeindruckend waren die Vielzahl der zusammengetragenen Exponate und die hervorragend restaurierten Fahrzeuge. Ein Besuch dort ist sehr zu empfehlen. Auch die den Ostfriesen nachgesagte Wortkargheit konnte widerlegt werden. Wir konnten uns nur schwer lösen!

Am Samstagvormittag stand ein Besuch in Emden an. Wir besuchten dort den ehemaligen Seenotrettungskreuzer „Georg Breusing“ der DGzRS. In zwei Gruppen nahmen wir das Schiff unter die Lupe und erfuhren auch etwas zur Geschichte seines Nachfolgers, der „Alfried-Krupp“ (Borkum). Gegen Mittag durften die Kids die Emdener Innenstadt besuchen.

Den Samstagnachmittag verbrachten wir wieder in Neßmersiel in einem Indoor-Spielplatz, wo sich unsere Kids noch beim Fußballspielen oder Trampolinhüpfen austoben konnten.

Am Sonntag traten wir dann letztendlich gegen 12 Uhr die Heimreise ins Rheinland an. Auch hier hatten wir wieder teilweise mit dem Verkehr zu kämpfen, sodass wir erst gegen 18:30 Uhr wieder zurück waren.

Für 2016 haben wir uns entschieden die Reise eher in den Sommer zu verlegen.

Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind sichert sich den vierten Platz bei der Spieleralley der Jugendfeuerwehr Troisdorf

Trotz des ungemütlichen “Hundewetters” folgte eine Abordnung unserer Jugendgruppe der Einladung der Jugendfeuerwehr Troisdorf zu einer “Spieleralley” am 25. April in die Nachbarstadt. 

Bei mehreren Stationen galt es Feuerwehrwissen und Kreativität zu kombinieren um die gestellten Aufgaben zu meistern. Letztendlich konnte ein beachtenswerter vierter Platz (von 22 teilnehmenden Gruppen) erreicht werden! Wir sind sehr stolz auf diese Leistung. Herzlichen Glückwunsch!

Unterstützung bei Großübung des Deutschen Roten Kreuzes

Am Sonntag, den 18. Januar unterstützte ein Teil der Jugendfeuerwehr den Ortsverein Porz am Rhein e.V. des Deutschen Roten Kreuzes bei einer Übung auf dem Gelände es THW in Porz-Urbach. Gegen 8 Uhr trafen wir uns am Gerätehaus und verlegten dann nach Urbach. Etwa um 10:30 Uhr begann die Übung.

Während die Betreuer vorwiegend als zusätzliche Übungsbeobachter eingesetzt wurden, stellten unsere Kids verletzte und unverletzte Schüler dar. Angenommen wurde eine Explosion im Chemieraum einer Schule mit dementsprechenden Verletzungen.

Dazu wurde einer unserer Jugendlicher durch das Team der “Realistischen Unfall Darstellung” mit einer Kopfplatzwunde geschminkt. Andere erlitten fiktive Verletzungen der Beine oder Bauchschmerzen. Der Rest unserer Jugendlichen stellte “Unverletzte” dar und sollte durch die Einsatzkräfte betreut werden.

Neben unserer Jugendfeuerwehr waren auch Mitglieder der THW Jugend und des Deutschen Jugendrotkreuzes beteiligt. 

Die “Schüler” und “Lehrer” mussten durch die Kräfte des DRK aus dem Gebäude evakuiert und gerettet, Verletzte behandelt werden. Dazu wurde auf dem Hof eine Patientenablage und zwei Behandlungszelte aufgebaut. Daher waren sowohl die Sanitätskomponente als auch die Betreuungseinheit eingesetzt.

Nach Abschluss der Übung wurde gemeinsam zu Mittag gegessen. Im Anschluss fand die Nachbesprechung statt, an der noch ein Mitglied der Löschgruppe teilnahm, während die Jugendfeuerwehr gegen 14:00 Uhr wieder am Gerätehaus entlassen werden konnte.

Ferienfreizeit 2014 der Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind

Die Jugendfeuerwehr der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind ist im Zeitraum 16. – 19. Oktober 2014 zum ersten Mal zu einer Ferienfreizeit aufgebrochen. Das Reiseziel war der Edersee und der Nationalpark Kellerwald im Landkreis Waldeck-Frankenberg (Hessen).

Donnerstag, 16. Oktober

Gegen 10:40 Uhr starteten wir mit drei Mannschaftstransportfahrzeugen und einem Privat-PKW richtung Hessen. Doch unsere Fahrt wurde jäh auf der Heidestraße gestoppt: Direkt vor uns ereignete sich auf der Gegenspur ein Verkehrsunfall. Eine Frau, welche unvermittelt zwischen den geparkten Fahrzeugen auf die Straße trat, wurde von einem PKW erfasst und zu Boden gestoßen.

Wir sicherten sofort die Einsatzstelle ab und zwei Betreuer leisteten bis zum Eintreffen eines Rettungswagen Erste Hilfe.

Gegen 14 Uhr trafen wir dann ohne weitere Verzögerungen am Abert-Schweizer-Lager, direkt am Ufer des Edersees gelegen ein.

Bis zum Abendessen erkundeten wir die Örtlichkeit und richteten uns für die nächsten Tage ein. Am Abend wurde gemeinsam Pizza gebacken. In der Nacht wurden uns Betreuern dann die ersten Streiche gespielt… Die Rache sollte allerdings am letzten Abend folgen…

Freitag, 17. Oktober

Am Freitag unternahmen wir einen Tagesausflug in das, an der Talsperre gelegene Hemfurth. Vor Ort besichtigten wir zu Beginn die 400 Meter lange und 45 Meter hohe Staumauer. Unser Betreuer Marc konnte uns einiges zur Geschichte und zur Funktion des Bauwerkes erzählen.

Anschließend marschierten wir zurück zu unseren Fahrzeugen am Wildpark und stärkten uns erst einmal an den mitgenommenen Brötchen bevor der eigentliche Besuch des Wildgeheges anstand. Das anfangs vorhandene Desinteresse („Ich hab schon oft Rehe und Wildschweine gesehen!“) wich schnell großer Begeisterung als unsere Kids erfuhren, dass im Wildpark unter anderem auch Wölfe, Waschbären und viele Greifvögel zu sehen waren. Neben den lauthals heulenden Wölfen war das Highlight aber die Greifvogelschau am Nachmittag. Zwei Falkner führten uns einige Tiere vor, darunter einen Blaumilan, Rotmilan, zwei Geier und einen Uhu. Drei unserer Jugendlichen durften selbst einmal die Vögel mit Futter zu sich „rufen“. Die mächtigen Geier jagten im Tiefflug über uns und nicht wenige wurden von ihren Flügel getroffen! Zum Ende durfte jeder noch einmal den jungen Uhu streicheln.

Als letzter Tagespunkt stand noch ein kurzer Besuch im Baumkronenpfad direkt in der Nähe an. Ein stetig ansteigender Weg führte uns in die Baumkronen und am Ende zu einem fantastischen Ausblick auf den Stausee.

© Marc Dörrich / Löschgruppe Wahn-Heide-Lind

Nach dem Abendessen (Nudeln mit Bolognese-Sauce) ging es im Stockdunkeln noch einmal auf zu einer Nachtwanderung. Auch hier sorgte unser Betreuer Marc für einen gehörigen Nervenkitzel in dem er sich im finsteren Wald versteckte und an die Gruppe heranpirschte. Einigen war es in dem unheimlichen Wald doch zu gruselig, aber am Ende hatten alle ihre Ruhe wieder gefunden 😉

Unsere Kids waren von dem Tagesprogramm so geplättet, dass alle früh zu Bett gingen.

Samstag, 18. Oktober

Am Samstagmorgen ging es auf in den Nationalpark, der zum UNESCO-Weltnaturerbestätte “Buchenurwälder in den Karpaten und alte Buchenwälder in Deutschland” gehört. Auf der etwa 6 Kilometer langen „Hagensteinroute“ ging es Stückweise über schmale Pfade durch eine Schlucht, die mit umgestürzten Fichten übersät war: Der Brückengrundsteig. Über den Hintergrund dieses Weges und allgemein zum Baumbestand im Kellerwald informierte uns auch hier wieder Marc. Obwohl nicht alle mit festem Schuhwerk ausgestattet waren kamen alle heil herunter und auch  wieder hinauf. Am namensgebenden Hagenstein machten wir Rast und genossen die Aussicht auf das unter uns liegender Edertal.

Zum Ausgangspunkt der Route waren wir mit unseren Fahrzeugen gefahren, doch den Weg zurück zur Herberge wollten wir zu Fuß antreten: Noch einmal etwa 5 Kilometer. Nach anfänglichen Wehklagen schlug die Stimmung wieder bald in Begeisterung um, als der Weg wieder schmaler und abenteuerlicher wurde. Über buchstäblich Stock und Stein ging es auf Teilen des Urwaldsteiges Edersee zurück zu unserer Unterkunft.

Alle Kids schwörten uns Betreuern “bittere Rache” für die lange Wanderung sobald wir des Nachts schlafen würden. Doch natürlich waren wir nicht dumm und planten schon, wie wir diese Pläne durchkreuzen und uns für die Scherze der ersten Nacht revanchieren könnten. Doch erst einmal wurde abends gemeinsam gegrillt und später noch zusammen am Lagerfeuer gesessen. Versuche uns Betreuer mit kaltem Wasser eine „Dusche“ zu verpassen wurden direkt erwidert. Der ein und andere musste gar ein unfreiwilliges Bad im See unterhalb der Herberge nehmen.

Nachdem es kälter wurde beschlossen wir uns langsam zu Bett zu begeben. Zufällig schnappten wir auf, dass sich die Jugendlichen gegen 1 Uhr nachts verabredet hatten uns einen Streich zu spielen.


Um diese Nacht für unsere Jugendlichen nicht zu schnell vergessen zu machen schmiedeten aber auch wir unsere Pläne und so machte sich um 0:30 Uhr im oberen Stockwerk ein Rauchmelder mit lautem „PIIIIIIEP…PIIIIIIEP….“  bemerkbar und es roch dazu noch verdächtig nach Qualm. Wir rannten sodann hinauf zu den Zimmern und weckten alle die schliefen mit hektischem Gebrüll. Es sei ein Feuer ausgebrochen und alle müssten sofort das Gebäude verlassen riefen wir. Der ein oder andere dachte erst an einen Scherz, aber unsere Schauspielkünste (und der leichte Brandgeruch) waren derart überzeugend, dass nicht wenigen Angst und Bange wurde.

Unser Jugendwart Sven kontrollierte im unteren Aufenthaltsraum die Vollzähligkeit und nachdem sich unser Betreuer Tom als vermeintlicher „ völlig verdutzter Brandstifter“  zu erkennen gab, bedankte sich Sven für die Teilnahme an der „spontanen Feueralarmübung“ und wünschte allen wieder eine gute Nacht. Wir Betreuer hatten die restliche Nacht unsere Ruhe, da nach dieser Aufregung alle tief und fest schliefen. Einige wollten uns zwar später noch einmal einen Streich spielen, doch die Müdigkeit siegte über sie. Unser Plan war damit auf voller Linie ein Erfolg!

Nebenbei sei angemerkt, dass solch eine Übung durchaus ernst genommen werden sollte und gerade bei solchen Fahrten durchaus auch angebracht ist. Natürlich sollten Notausgänge und Lösch- bzw. Warneinrichtungen im Vorfeld besprochen und in Augenschein genommen werden…

© Marc Dörrich / Löschgruppe Wahn-Heide-Lind (auch die folgenden Bilder)
Sonntag, 19. Oktober

An diesem Morgen war das Aufstehen für den ein oder anderen nicht so einfach. Der nächtliche Feueralarm steckte noch so manchen in den Knochen. Dennoch frühstückten wir alle gemeinsam und begannen dann unsere Koffer zu packen und die Zimmer zu reinigen. Gegen 10 Uhr starteten wir wieder Richtung Köln, wo wir kurz vor 13 Uhr eintrafen. Schnell war das Gepäck entladen, die Fahrzeuge gesäubert und dann war sie auch schon zu Ende, die erste Herbstfahrt der Jugendfeuerwehr Wahn-Heide-Lind. Wir hatten alle sehr viel Spaß und ich hoffe alle unsere Kids auch!