Neues Löschgruppenfahrzeug für die Löschgruppe Wahn-Heide-Lind

Am 24. März 2021 konnte eine Delegation der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind ein neues Löschgruppenfahrzeug am Werkstattzentrum der Feuerwehr Köln in Empfang nehmen. Das neue Löschgruppenfahrzeug ist ein vom Land Nordrhein-Westfalen beschafftes Einsatzmittel für den Katastrophenschutz. Betrieben und Bewirtschaftet wird das Fahrzeug von der Feuerwehr Köln, welche sich dazu entschieden hat das Fahrzeug der Löschgruppe Wahn-Heide-Lind zuzuteilen.

Nach 25 Jahren im Dienst für die Bürgerinnen und Bürger von Wahn, Wahnheide und Lind konnte das alte Löschgruppenfahrzeug bei uns außer Dienst gestellt werden. Zukünftig wird das Fahrzeug als Einsatzreserve der Freiwilligen Feuerwehr und zu Ausbildungszwecken bei der Löschgruppe Fernmeldedienst verwendet.

„Im Vergleich zu unserem alten Fahrzeug ist das ein Quantensprung der Technik“ sagt Guido Bock, der Stellvertretende Löschgruppenführer und Verantwortliche für die Fahrzeugübernahme. Neben der üblichen Ausrüstung für Löschgruppenfahrzeuge findet sich jede Menge moderne Technik auf dem Fahrzeug wieder. Von einem leistungsstarken Stromaggregat, über eine Schmutzwasserpumpe und spezielle Vegetationsbrandbekämpfungsausrüstung, bis hin zu einem ausfahrbaren Lichtmast auf dem Dach. Auch ist das Fahrzeug speziell für die Wasserförderung ausgerüstet und bringt Schlauchmaterial von bis zu 600 Metern an die Einsatzstellen mit. Das Fahrzeug ist dank seines Fahrgestells hoch geländegängig und kann Wassertiefen von bis zu 0,9 Metern durchfahren.

Mehr zu dem neuen Löschgruppenfahrzeug finden Sie hier.

24-Stunden-Dienst: Wachbesetzung durch die Löschgruppe Wahn-Heide-Lind

Aktuell besetzt die freiwillige Feuerwehr Köln mit mehreren Löschgruppen aus dem Gefahrenabschnitt 3 (Süd), mit jeweils einem LF (Löschgruppenfahrzeug) und 6 Einsatzkräften, das Gerätehaus der Löschgruppe Brück als Ersatz für das HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) der Feuer- und Rettungswache 8 (Ostheim).

Am Donnerstag (23.04.2020) haben wir um 7:30 Uhr den Dienst dort aufgenommen und haben für 24 Stunden die Berufsfeuerwehr ersetzt. Insgesamt haben wir 5 Einsätze abgearbeitet. Um 9:00 Uhr am Folgetag konnten wir wieder zurück nach Wahnheide verlegen, nachdem zur Dienstübernahme um 7:30 Uhr am auslösenden Fahrzeug ein technischer Defekt festgestellt wurde.

1. Einsatz (Einsatz 18/2020)
BMAFEU 1,
Neufelder Straße,
Köln-Holweide

Ausgelöste Brandmeldeanlage, Wartungsarbeiten konnten als Ursache ausgemacht werden

Einsatzmittel:
9-HLF20-1, 9-DLK23-1, 9-PTLF4000-1, 10-ELW1-2, 47-LF10-1

2. Einsatz (Einsatz 19/2020)
HILFERT,
Ludwig-Quidde-Platz,
Köln-Neubrück

Tragehilfe für den Rettungsdienst, Patienten aus 7. Obergeschoss durch das Treppenhaus zum RTW verbracht

Einsatzmittel:
18-RTW-2, 47-LF10-1

3. Einsatz (Einsatz 20/2020)
PTUER,
Henleinstraße,
Köln-Ostheim

Person hinter Tür, RTW konnte eigenständig in die Wohnung vor Eintreffen der Feuerwehr eintreten

Einsatzmittel:
8-DLK23-1, 18-RTW-2, 47-LF10-1

4. Einsatz (Einsatz 21/2020)
FEU 1,
Wildunger Straße,
Köln-Buchforst

Gemeldeter Balkonbrand, Vor Ort wurde gegrillt, Keine Tätigkeit für die Kräfte der Feuerwehr

Einsatzmittel:
9-HLF20-1, 9-DLK23-1, 9-PTLF4000-1, 10-ELW1-1, 10-RTW-1, 47-LF10-1, 90-LF10-1, 90-MTF-1

5. Einsatz (Einsatz 22/2020)
FEU 2,
Hans-Schulten-Straße,
Köln-Brück

Gemeldetes Feuer in Hochhaus, Brannte Essen auf Herd, Durch Anwohner selbstständig gelöscht, zusätzlich wurde eine Tür gewaltsam für die Polizei im Rahmen einer Amtshilfe geöffnet

Einsatzmittel:
5-ELW1-1, 8-DLK23-1, 8-TLF4000-1, 9-HLF20-1, 9-DLK23-1, 9-PTLF4000-1, 10-ELW1-1, 10-HLF20-1, 18-RTW-1, 47-LF10-1, 98-LF10-1, 98-LF20KatS-1

Gemeinsame Einsatzübung von freiwilliger Feuerwehr und Deutschen Roten Kreuz

Köln-Urbach – Am Dienstag, dem 21. Januar 2020 hat die Löschgruppe Wahn-Heide-Lind zusammen mit der Bereitschaft 4 des Deutschen Roten Kreuz Köln eine Einsatzübung durchgeführt. In einem gestellten Szenario sind die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst zu einem ausgelösten Heimrauchmelder in die Friedensstraße nach Köln-Urbach alarmiert worden. Vor Ort hat sich die gemeldete Lage bestätigt. Nach einer ersten Erkundung durch den Gruppenführer der Feuerwehr konnte festgestellt werden, dass es sich um einen bestätigten Kellerbrand mit mehreren vermissten Personen handelt. Umgehend wurden Maßnahmen zur Rettung der vermissten Personen eingeleitet und das Einsatzstichwort auf “Feuer mit Menschenleben in Gefahr” erhöht.

Nach kurzer Zeit hat der Angriffstrupp der Feuerwehr drei Menschen, darunter zwei Kinder, aus dem Keller gerettet und an den Rettungsdienst übergeben können. Der Rettungsdienst hat aufgrund der Vielzahl an vermissten Personen eine Patientenablage eingerichtet und nach MANV-Protokoll gearbeitet. Eine vierte Person konnte ebenfalls gerettet werden, war jedoch bei der ersten Sichtung durch den Rettungsdienst reanimationspflichtig geworden und konnte leider nicht mehr erfolgreich wiederbelebt werden. Von den drei überlebenden Menschen sind zwei leicht und eine mittelschwer verletzt worden. Alle Patienten wurden in umliegende Krankenhäuser abtransportiert.

Nachdem der Kellerbrand gelöscht wurde, sind noch Belüftungsmaßnahmen durchgeführt worden.

Bereichsübung 2015 der freiwilligen Feuerwehr Köln

Bei bestem Wetter fand 2015 wieder einmal eine Bereichsübung des Gefahrenabschnittes III (Süd) der freiwilligen Feuerwehren Kölns statt. Dazu gehören die Einheiten Rodenkirchen, Ensen/Westhoven, Heumar, Eil, Urbach, Zündorf, Libur, Wahn-Heide-Lind und Porz-Langel.

Das in den letzten Jahren dafür genutzte Gelände in Lind konnte leider nicht mehr genutzt werden. Die Übungen fanden daher dezentral als Stationsausbildungen im Bereich der Feuerwachen 8 und 7 statt. Ausgangspunkt und Ende der Übung war die Wache 8 in Ostheim. Für uns verlief der Tag wie folgt:

Station 1 „Technische Hilfeleistung PKW“
An der ersten Station bei einem Autoverwerter in Poll wurden die Grundlagen der Vorgehensweise bei der Rettung aus einem verunfallten PKW geübt. Unsere Aufgaben beschränkten sich hier auf die Erkundung, Unterbauen des Fahrzeuges, Schaffen einer Zugangsöffnung (Fahrertür) und Abklappen des Vorderwagens (nur angedeutet). Da das Fahrzeug auch den anderen Löschgruppen als Übungsobjekt dienen sollte endeten damit unsere Tätigkeiten vor Ort. Unstimmigkeiten auf den Fotos mit der korrekten Vorgehensweise sind der Übungskünstlichkeit geschuldet.

Station 2 „Brandschutzübung/Drehleiter“
Durch einen Kommunikationsfehler fuhren wir nach der geplanten Pause die Feuerwache 8 an und warteten dort auf unseren Einsatz. Tatsächlich fand die Übung einige hundert Meter entfernt bereits ohne uns statt. Dort wurde das Vorgehen beim Brandeinsatz über die Drehleiter geübt. Wir trafen erst zur Nachbesprechung ein. Wir nutzten die verbliebene Zeit um einmal das Besteigen der Drehleiter zu üben und unterstützten unsere Kameraden aus Libur bei der Rücknahme der Gerätschaften.

Station 3 „Erste Hilfe“
Im Gerätehaus der Löschgruppe Eil wurde ein angenommener medizinischer Notfall dargestellt. Durch uns musste eine Person mit Kreislaufstillstand medizinisch erstversorgt werden.

Station 4 „Planspiel MANV“
Wieder auf Feuerwache 8 wurde auf einer Planspielplatte die ersten Maßnahmen bei einem „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) theoretisch durchgespielt. Mittels Modellen wurde ein Unfall dargestellt und anhand des Schaumodelles die Vorgehensweise besprochen.

Station 4 „Wasserrettung“
Die sicherlich interessanteste und aufregendste Station wurde von der Tauchergruppe der Feuerwache 1 am Rhein in der Westhovener Aue betrieben. Dort wurden die Vorgehensweise bei der Rettung von Personen aus dem Wasser und die dazu genutzten oder nutzbaren Hilfsmittel besprochen. Anschließend wurde das Besprochene direkt in die Tat umgesetzt. Drei freiwillige der Löschgruppe Ensen/Westhoven „retteten“ dabei einen der Strömungsretter der Berufsfeuerwehr aus dem Rhein. Dabei zeigte sich die starke Strömung die im Fluss vorhanden ist sehr eindrucksvoll. Daneben wurden die Hilfsmittel der Wasserretter im Wasser erprobt.

Station 5 „Personenrettung“
Die letzte Station für uns befand sich im Gerätehaus der Löschgruppe Rath/Heumar. Dort musste eine verletzte Person mittels des sogenannten Leiterhebels aus dem Turm des Gerätehauses gerettet werden. Für den Leiterhebel werden eine Trage, die vierteilige Steckleiter und mehrere Leinen benötigt. Leider konnten wir davon kein Foto schießen.

Anschließend konnten wir wieder die Feuerwache 8 ansteuern und dort gegen 16:45 Uhr bei einem gemeinsamen Grillen der Abend langsam ausklingen lassen.
Gegen Ende des Übungstages mussten mehrere Bodenfeuer bekämpft werden, wozu auch einige der Übenden Löschgruppen alarmiert wurden.

Nach dem Essen, das auch dieses Mal durch den Ortsverein Porz des DRK Köln bereitet wurde, nahm der anwesende Abschnittsleiter Herr Stobbe noch zwei Beförderungen vor. Darunter befand sich auch unser Kamerad Marc Dörrich, der zum Oberfeuerwehrmann ernannt wurde.

Gegen 18:45 Uhr waren wir wieder daheim in Wahnheide und gönnten uns noch bei der Eisdiele gegenüber des Gerätehauses ein Eis um den Abend endgültig ausklingen zu lassen.